Führungstipps zum Thema Klarheit statt Rumeiern

2. Warum viele Führungskräfte in der Kommunikation herumeiern

Viele Probleme in der Mitarbeiterführung beginnen nicht bei fehlender Motivation, sondern bei unklarer Sprache. Um es auf den Punkt zu bringen: Die meisten Führungskräfte eiern umher. Das ist die Erfahrung aus 20Jahren Coaching. Und es ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung. Wir sind oft zu unklar!

Führungskräfte sagen Dinge zu weich, zu indirekt oder zu unvollständig. Dann entstehen Formulierungen wie: "Schau da bitte nochmal drauf", "Mach das so, dass es passt" oder "Du weißt ja, wie ich das meine". Das klingt freundlich, ist aber in der Praxis oft unbrauchbar, weil niemand genau weiß, was eigentlich erwartet wird. Moderne Führung im Handwerk braucht verständliche Ziele, klare Erwartungen und nachvollziehbare Abläufe.

Wenn Erwartungen schwammig bleiben, werden Ergebnisse zufällig. Mitarbeitende interpretieren Aufgaben unterschiedlich, Rückfragen häufen sich, Fehler entstehen, Nacharbeit nimmt zu.

Am Ende ärgert sich die Führungskraft über das Ergebnis, obwohl das eigentliche Problem viel früher begonnen hat: bei der unklaren Anweisung. Gute Führung heißt deshalb nicht, möglichst nett zu formulieren, sondern so klar zu sprechen, dass der andere wirklich versteht, was gemeint ist und was die Erwartung ist.  

Viele Führungskräfte eiern herum, weil sie Konflikte vermeiden wollen. Sie wollen nicht zu hart wirken, keinen Widerstand auslösen oder unangenehme Gespräche aus dem Weg räumen. Doch genau dadurch werden Führung und Zusammenarbeit anstrengender. Denn Unklarheit kostet Zeit, Energie und Vertrauen. Wer Führung vereinfachen will, muss in der Sprache klarer werden: Was ist das Ziel? Bis wann soll es erledigt sein? Woran erkennt man gute Arbeit? Was ist meine Erwartung?

Klare Kommunikation ist kein Zeichen von Härte, sondern von Respekt. Mitarbeitende haben ein Recht darauf zu wissen, woran sie sind. Wer klar kommuniziert, führt nicht autoritär, sondern verlässlich. Und Verlässlichkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für gute Mitarbeiterführung im Handwerk.

  1. Klarheit im Führungsalltag

Tipp Nummer 1 hat sich mit dem Thema Klarheit beschäftigt. Aus meiner Sicht als Unternehmer und als Coach ist Klarheit dieGrundlage für Erfolg. Um es einfach zu sagen: Wer nicht genau weiß, was er wie macht, kommt nicht an seine Ziele.

Hier beginnt das Problem: Viele Unternehmer spüren es: Es läuft irgendwie, aber nicht klar. Es wird gearbeitet, Aufträge werden abgewickelt – und trotzdem bleibt das Gefühl, dass Energie verloren geht, weil niemand so genau weiß, woran er ist. Das zentrale Thema dahinter ist fast immer dasselbe: Klarheit.
Klarheit in der Sprache. Klarheit in den Zielen. Klarheit in den Abläufen.

1.Hör auf rumzueiern und werde klar in der Kommunikation.

Der wichtigste Hebel: Hör auf zu rumeiern. Werde klar in deiner Kommunikation. Das war Inhalt vom ersten Tipps für dich und das ist einer der größten Hebel. Das ist eine meiner Hauptaufgaben als Coach, das Thema mit Menschen zu erarbeiten. Weil wir das meistens nicht wirklich gelernt haben.

2. Klarheit in den Zielen

Viele Probleme entstehen, weil die Ziele unklar sind. „Wir wollen wachsen“, „Es soll besser laufen“, „Wir müssen effizienter werden“ – das sind keine Ziele, das sind Wünsche. Klarheit in den Zielen heißt:

  • Du kannst in einem Satz sagen, was dir in den nächsten 12 Monaten wirklich wichtig ist.

  • Du weißt, woran du Erfolg festmachst.

  • Dein Team versteht, wohin die Reise gehen soll.

Ein praktischer Einstieg:

  • Formuliere drei Sätze: „Dieses Jahr ist für uns besonders wichtig, dass …“

  • Streiche alles Überflüssige.

  • Frag dich bei Entscheidungen: Dient das diesem Ziel – ja oder nein?

Je klarer deine Ziele, desto leichter werden Entscheidungen – und desto konsequenter kannst du führen.

3. Klarheit in den Prozessen

Viele Betriebe laufen auf Dauer-„Zuruf“:

  • Aufgaben werden „mal eben“ verteilt.

  • Übergaben sind unklar.

  • Zuständigkeiten verschwimmen.

Die Folgen kennst du:

  • Fehler, Nacharbeit, Doppelarbeit.

  • Ständige Rückfragen.

  • Du bist das Nadelöhr, weil am Ende doch alles wieder bei dir landet.

Klarheit in Prozessen bedeutet nicht, dass du ein dicker Handbuch-Ordner brauchst. Es reicht oft, drei Fragen zu klären:

  • Wer ist für welchen Schritt wirklich verantwortlich?

  • Wie läuft ein Auftrag idealerweise von A nach B?

  • Wo hakt es immer wieder – und welche einfache Regel würde das lösen?

Ein kleiner Ansatz:

  • Nimm dir einen typischen Auftrag.

  • Zeichne in 5 Minuten den Weg vom Kundenanruf bis zur Rechnung.

  • Markiere, wo es regelmäßig klemmt – genau dort liegt deine nächste Klarheitsaufgabe.

Klarheit stärkt deine Rolle als Unternehmer

Klarheit ist kein extra „Projekt“. Sie ist eine Haltung:

  • Du sprichst klar.

  • Du setzt klare Ziele.

  • Du schaffst klare Abläufe.

Damit steigt auch dein Status: Du wirst als verlässlich erlebt, deine Entscheidungen sind nachvollziehbarer, dein Team kann sich orientieren. Am Ende entlastet dich Klarheit mehr als jede neue Methode – weil du weniger erklären, weniger retten und weniger reparieren musst.

Nimm ganz einfach Kontakt auf!

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