Führungstipps: Zum Nachdenken

Wenn dein Betrieb Chaos ist, liegt das nicht an deinen Mitarbeitern.

Sondern an deiner Führung.

  • Unklare Ansagen

  • Keine Zuständigkeiten

  • Alles läuft über dich

Und am Ende heißt es: „Meine Leute denken nicht mit.“ Das hört man ständig als Berater.

Aber: Dein Betrieb ist kein Zufall - Er ist ein Spiegel deiner Führung

Es geht nicht darum, mehr zu arbeiten. Sondern: Besser zu führen.

Die meisten Unternehmen haben kein Mitarbeiterproblem.

Die haben ein Führungsproblem.

Denn: Mitarbeiter machen das, was sie bei dir lernen.

Wenn du:

  • alles selbst entscheidest,

  • Fehler ignorierst,

  • nichts klar regelst,

dann baust du genau das Team, das dich später nervt.

Die gute Nachricht:
Du kannst es ändern.

Der größte Engpass in deinem Betrieb bist wahrscheinlich du.

  • Alles läuft über dich

  • Jeder fragt dich

  • Jeder braucht dich

Dann bist du nicht Unternehmer. Dann bist Du bist der Flaschenhals.

Und solange das so bleibt, bleibt dein Betrieb abhängig von dir.

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Themenübersicht

Kommunikation

Unternehmensaufbau

Employer Branding und Recruiting

Warum viele Führungskräfte in der Kommunikation herumeiern

Viele Probleme in der Mitarbeiterführung beginnen nicht bei fehlender Motivation, sondern bei unklarer Sprache. Um es auf den Punkt zu bringen: Die meisten Führungskräfte eiern umher. Das ist die Erfahrung aus 20Jahren Coaching. Und es ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung. Wir sind oft zu unklar!

Führungskräfte sagen Dinge zu weich, zu indirekt oder zu unvollständig. Dann entstehen Formulierungen wie: "Schau da bitte nochmal drauf", "Mach das so, dass es passt" oder "Du weißt ja, wie ich das meine". Das klingt freundlich, ist aber in der Praxis oft unbrauchbar, weil niemand genau weiß, was eigentlich erwartet wird. Moderne Führung im Handwerk braucht verständliche Ziele, klare Erwartungen und nachvollziehbare Abläufe.

Wenn Erwartungen schwammig bleiben, werden Ergebnisse zufällig. Mitarbeitende interpretieren Aufgaben unterschiedlich, Rückfragen häufen sich, Fehler entstehen, Nacharbeit nimmt zu.

Am Ende ärgert sich die Führungskraft über das Ergebnis, obwohl das eigentliche Problem viel früher begonnen hat: bei der unklaren Anweisung. Gute Führung heißt deshalb nicht, möglichst nett zu formulieren, sondern so klar zu sprechen, dass der andere wirklich versteht, was gemeint ist und was die Erwartung ist.  

Viele Führungskräfte eiern herum, weil sie Konflikte vermeiden wollen. Sie wollen nicht zu hart wirken, keinen Widerstand auslösen oder unangenehme Gespräche aus dem Weg räumen. Doch genau dadurch werden Führung und Zusammenarbeit anstrengender. Denn Unklarheit kostet Zeit, Energie und Vertrauen. Wer Führung vereinfachen will, muss in der Sprache klarer werden: Was ist das Ziel? Bis wann soll es erledigt sein? Woran erkennt man gute Arbeit? Was ist meine Erwartung?

Klare Kommunikation ist kein Zeichen von Härte, sondern von Respekt. Mitarbeitende haben ein Recht darauf zu wissen, woran sie sind. Wer klar kommuniziert, führt nicht autoritär, sondern verlässlich. Und Verlässlichkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für gute Mitarbeiterführung im Handwerk.

Prozesse sind das Herzstück guter Führung

Viele Betriebe wünschen sich mehr Eigenverantwortung im Team, schaffen aber nicht die Voraussetzungen dafür. Denn Eigenverantwortung entsteht nicht aus einem Appell, sondern aus klaren Strukturen. Prozesse sind das Herzstück guter Führung, weil sie Orientierung schaffen. Sie beantworten die Fragen: Was ist zu tun? In welcher Reihenfolge? In welcher Qualität? Wer ist verantwortlich? Prozessklarheit stärkt Unternehmen durch Verlässlichkeit und macht Abläufe nachvollziehbar.

Du genau hier scheitern die meisten KMU. Denn Prozesse sind eben meistens nicht ordentlich definiert.

Aber: Ohne Prozesse hängt vieles an einzelnen Personen. Und diese geraten leicht in einen Überforderungsmodus. Dann entscheidet Erfahrung, Lautstärke oder Tagesform darüber, wie gearbeitet wird. Das funktioniert nur so lange, bis jemand ausfällt, etwas schiefläuft oder mehrere Menschen dieselbe Aufgabe unterschiedlich angehen.

Prozesse entlasten Führung, weil sie Standards sichtbar machen. Mitarbeitende wissen dadurch besser, was sie zu tun haben, und Führungskräfte müssen nicht jede Kleinigkeit neu erklären.

Wichtig ist dabei: Prozesse dürfen nicht als starres Korsett verstanden werden. Sie müssen gelebt, überprüft und verbessert werden.

Wenn Prozesse das Herzstück der Führung sind, dann ist Beteiligung der Kreislauf. Mitarbeitende, die täglich mit den Abläufen arbeiten, erkennen Schwachstellen oft zuerst. Wer sie ernsthaft einbindet, bekommt nicht nur bessere Prozesse, sondern auch mehr Identifikation.

Gute Führung sorgt also nicht nur für Einhaltung, sondern auch für Weiterentwicklung. Genau dort wird aus Prozessmanagement echte Führungsarbeit. Diese Aufgabe hat man als Unternehmerin und Unternehmer. Ob man will, oder nicht.

Leistungsbereitschaft muss schon im Bewerbungsgespräch Thema sein

Es ist ein riesen Problem: Im Bewerbungsgespräch zeigen sich viele Betriebe von ihrer besten Seite. Sie sprechen über das gute Team, die modernen Maschinen, die sicheren Aufträge und die angenehme Stimmung. Das ist

verständlich. Problematisch wird es dort, wo nur über Vorteile gesprochen wird, aber kaum über Erwartungen. Gerade im Handwerk werden die Weichen für spätere Zusammenarbeit schon im ersten Gespräch gestellt. Wer dort nicht über Leistungsbereitschaft redet, darf sich später über Enttäuschungen nicht wundern.

Ich als Coach begleite Unternehmer dabei, solche Bewerbungsgespräche zu führen oder ich führe sie auch oft genug selber. Und ich betone jedes Mal genau diesen einen Punkt: Wir erwarten Leistung.

Leistungsbereitschaft bedeutet den Willen und die Fähigkeit, Aufgaben engagiert und erfolgreich zu erledigen. Im Handwerk gehören dazu unter anderem praktische Fähigkeiten, Zuverlässigkeit, Detailgenauigkeit, Problemlösungsfähigkeit, Belastbarkeit, Teamarbeit und Sicherheitsbewusstsein. Genau diese Punkte sollten im Bewerbungsgespräch offen angesprochen werden - nicht als Drohkulisse, sondern als ehrliche Beschreibung dessen, was im Betrieb gebraucht wird. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer verkaufen sich im Gespräch so stark, dass sie die Bewerbenden fast schon umwerben. Das führt schnell zu einem schiefen Start. Denn wer nur erzählt, wie toll alles ist, ohne auch über Leistung, Verbindlichkeit und Verantwortung zu sprechen, sendet ein verzerrtes Bild. Gute Mitarbeiterführung beginnt deshalb nicht erst nach der Einstellung, sondern schon in der Auswahl. Bewerbende sollten früh verstehen, was in diesem Betrieb unter guter Arbeit verstanden wird.

Ein starkes Bewerbungsgespräch bringt zwei Dinge zusammen: Attraktivität und Anspruch. Es zeigt, warum der Betrieb ein guter Arbeitsplatz ist, und macht gleichzeitig deutlich, welche Haltung und Leistungsbereitschaft erwartet werden. Diese Ehrlichkeit schafft bessere Passung. Und bessere Passung ist die Grundlage für stabilere Teams und weniger spätere Führungskonflikte.